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Vom Essen und Sterben Teil 2/12

Letzte Woche habe ich den ersten Teil meiner Bachelorarbeit veröffentlicht (hier zu lesen). Viele Fakten zum Thema Fleisch und dem Drumherum wurden erläutert; Umwelteinflüsse, Regenwaldabholzung, wie viel Tiere sterben... Nun wird unser Verhalten hinterfragt... Katzen streicheln und Schweine essen...


Ich freue mich sehr über euer Feedback und eure Meinung :) 


Wir haben als Kinder schon gelernt, dass Fleisch Teil der
Ernährung ist. Eine Lebensweise, die nicht weiter hinterfragt wurde – zum Leid vieler „Nutztiere“ wie  Schweine, Rinderoder Geflügel. Warum ist es aber nicht normal, ja sogar eher abschreckend, Hunde- oder  Katzenfleisch zu essen? In den meisten westlichen Ländern ist es sogar verboten. 7

Beruht es darauf, dass uns ebenfalls seit Kindesalter gelehrt wird, dass Hund und Katze unsere Freunde und „Haustiere“ sind? Liegt es generell am Aussehen und sozialen Verhalten der Tiere? Ist es der Grund, dass Tiere wie Rinder oder Schweine extra gezüchtet werden, um ihr Fleisch zu essen? Ist es weniger moralisch sie zu töten, da sie auf einen Zweck hin reduziert werden? Weil sie „Nutztiere“ sind und keine „Haustiere“? Wer hat diese Kategorie erfunden, in die Tiere eingeteilt werden?

Es ist Zeit, das System so wie es bis jetzt besteht zu hinterfragen und uns eine eigene Meinung und einen eigenen Überblick zu verschaffen. Es lohnt sich, die Welt auch einmal mit anderen Augen zu sehen und generell mehr Mitgefühl für andere Lebewesen zu entwickeln.

Ein „Stück“ Fleisch, so wie es im Supermarkt in der Theke liegt, hat eine   Vergangenheit. Es steckt eine ganze Geschichte dahinter, die auch Auswirkungen auf die Zukunft hat. Vielen Menschen ist der Leidensweg vom Tier zum Stück Fleisch gar nicht bewusst – und auch nicht, was das für sie und die Umwelt bedeutet.

Die Werbeindustrie leistet ganze Arbeit und kreiert eine heile
Welt: Auf den Fleisch- und Wurstverpackungen sind grüne Wiesen und Felder abgebildet. Die ländliche Idylle gefällt dem
Verbraucher. Glückliche Hühner, frei lebend zwischen Blumen
und Heu, zieren die Eierverpackungen.

Die Konsumenten mögen das Design, den Gedanken, der ihnen vermittelt, dass ein Tier ein schönes und natürliches Leben führt. Sie kaufen das Produkt mit gutem Gewissen. Schaut man aber genauer hin, eröffnet sich eine ganz andere Realität. Das lächelnde Comic-Schwein vom Logo des Metzgers schreit in der realen Welt. Es steht mit hunderten seiner Artgenossen in engen Ställen. Dort ist es ist dunkel und stinkt.

So liegen sie in den Supermarktregalen: Tiere als Produkt, in Form gepresst: als Wurstware, zerstückelt zu Koteletts. Sie werden als Produkte, als abgepackte Aufschnitte, Appetitstiller und Sattmacher gekauft. Selten mit dem Gedanken, dass dies ein Teil eines Tieres ist. Wer denkt darüber schon nach!? Die Konsumenten verschließen die Augen, denn den Anblick können und wollen sie nicht ertragen.


http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/hunde-und-katzen-gegessen?gclid=CM-UmJbIjroCFcmz3godYlwAbA (Stand: 11.10.2013)



Ganz schön hart, wenn man sich die Fakten so vor Augen hält. Vor allem die Zahlen sind für mich immer so unvorstellbar… Da frage ich mich, wo das alles in Zukunft hinführen wird.  Ich habe zum Beispiel gelesen, dass der Fleischverbrauch pro Kopf etwas gesunken ist. Liegt wahrscheinlich aber auch an dem „Vegan-Trend“. Mir soll es recht sein.  Ob jemand einem Trend folgt, aus ethischen oder gesundheitlichen Gründen auf Fleisch verzichtet. Jeder Grund ist super, Tiere nicht zu essen!

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