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Vom Essen und Sterben Teil 3/12

 

Es ist einfach unvorstellbar, was der Mensch für grausame Sachen macht, um am Ende des Tages Fleisch und Milch zu haben! ...


Die Intensivtierhaltung ist dazu ausgelegt, Tiere in kürzester Zeit kostengünstig auszubeuten. Kostengünstiges Wirtschaften entspricht jedoch nicht den Grundbedürfnissen von Tieren, wie artgerecht Heranwachsen, genügend Platz zum Auslauf zu haben und in der Erde nach Futter zu suchen. Die Tiere werden in kürzester Zeit gemästet, stehen in Ställen dicht  nebeneinander und werden am Tag X geschlachtet.

Aufgrund der schlechten Haltungsbedingungen entwickeln die Tiere Aggressionen. Sie verletzen sich gegenseitig. Um dem entgegenzuwirken, werden Hühnern und Puten die Schnäbel gekürzt, bei Ferkeln die Zähne und Schwänze entfernt und Rindern die Hörner abgenommen. Das ganze ohne Betäubung, ein schmerzvoller Eingriff. Die Tiere können sich durch die Eingriffe nicht mehr gegenseitig verletzen, sind aber weiterhin gestresst und zeigen aggressives Verhalten. 8


Ein Produkt, das mit sehr viel Leid verbunden ist... Die Milchleistung einer Kuh ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Entzündete, riesige Euter, die mit körperlichen Schmerzen

verbunden sind, sind bei Milchkühen keine Seltenheit. Diese müssen mit Antibiotika behandelt werden, deren Abbaustufen sich in der Milch wiederfinden können. Eine Kuh entwickelt Muttergefühle für ihr Kalb, dieses wird ihr jedoch nach der Geburt weggenommen. Die Muttermilch, mit der auf natürlichem Wege das eigene Kalb aufgezogen würde, wird  mittels Maschinen abgezapft und für den menschlichen Konsum bereitgestellt. Nach wenigen Jahren, wenn die Milchgewinnung einer Kuh abnimmt, wird sie zum Schlachter gebracht und zu Fleisch verarbeitet. 9 Die Kuh vom Biobauer muss dasselbe Prozedere durchleiden.


 

Die männlichen Kälber werden der Mutter binnen 24 Stunden nach der Geburt  weggenommen und mit Milchaustauscher weiter ernährt. Auf sie wartet entweder die Kalbfleisch- oder die Rinderfleischindustrie. Beide Wege enden in der Schlachtung.10

9 Vgl. Dr. med. Ruediger Dahlke:peace food, Gräfe und Unzer Verlag,3. Auflage 2012, S. 140

10 Vgl. http://www.peta.de/web/home.cfm?p=499 (Stand: 07.10.2013)



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