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Vom Essen und Sterben Teil 5/12


Hühner Leben in vier verschiedenen Haltungsformen. 0-Biohaltung (sie bekommen Biofutter, leben in einer Halle und bekommen Auslauf), 1-Freilandhaltung (sie leben in einer Halle und bekommen Auslauf), 2-Bodenhaltung (sie leben nur in einer Halle), 3-Käfighaltung (sie leben in engen Käfigen).

Seit 2010 ist die herkömmliche Käfighaltung in Deutschland verboten, jedoch ist die Kleingruppenhaltung – ähnlich der Käfighaltung - erlaubt. 12 Dabei werden die Tiere ebenfalls in Käfigen gehalten und haben viel zu wenig Platz und bekommen –wie die Tiere in der Bodenhaltung – kein Tageslicht. 13

Auch bei der Eierproduktion leiden und sterben Tiere. Der Prozess ist folgender: Nach dem Schlüpfen im Brutschrank wird geschaut, ob das Küken männlich oder weiblich ist. Den Weibchen wird kurzerhand der Schnabel gekürzt, die Männchen werden aussortiert. Jedes Jahr werden viele Millionen männliche Küken geschreddert oder vergast, da sie weder Eier legen können noch ausreichend Fleisch an sich haben, das sie profitabel machen würde. Der Name „Eintagsküken“ ist bei ihnen Programm. 14

Die weiblichen Tiere treten ihr kurzes Leben als Legehenne an. Bis zu 300 Eier im Jahr legt ein Tier, das unter schlechten Lebensbedingungen vor sich hin vegetiert. Nachdem die Legehühner einen Produktzyklus durchlaufen haben 15, werden sie geschlachtet und enden als Suppenhühner oder ähnliches. 16

Bei der Fleischgewinnung, handelt es sich um weibliche und männliche Hühner. Die Hühner sind so gezüchtet, dass sie einen möglichst ausgeprägten Brustmuskel haben. Meistens werden sie zu zehntausenden in der Bodenhaltungsform gehalten – es gibt kaum Platz, um sich zu bewegen. In den Hallen stinkt es aufgrund der Exkremente nach Ammoniak.

Durch das eigene Gewicht, aber auch durch den rohen Umgang mit ihnen, erleiden die Tiere oft Verletzungen wie Knochenbrüche. Beim Schlachter werden sie nach der Betäubung an den Füßen aufgehangen und getötet. Unter natürlichen Umständen wird ein Huhn zwischen 10 und 15 Jahren alt. Bei der Schlachtung sind sie keine zwei Monate alt. 17


Dass Fische unter denselben Bedingungen wie andere Tiere in der Massentierhaltung leiden müssen, ist nur wenigen Verbrauchern bewusst. In so genannten Aqua-Kulturen werden sie in Rekordzeit gemästet. Dicht aneinander gedrängt stehen sie unter Stress, verletzen sich und werden krank. In den riesigen Becken schwimmen tote Fische, deren Körper versagt haben. Zu fressen bekommen sie Fischmehl, beigesetzt mit Medikamenten, damit Krankheiten nicht ausbrechen. Farbstoffe im Futter sorgen für eine schöne Farbe des Fleisches. 18

Fische fühlen Schmerz. Wenn sie beim kommerziellen Fischfang mit Netzen oder Haken an Bord gezogen werden, fühlen sie das auch. Beim Netzfang treten vielen Tieren die Augen aus den Höhlen und der Magen aus dem Mund. Unter enormem Druck werden sie zusammengequetscht. Neben den „gewollten“ Fischen befinden sich auch „ungewollte“ in den Netzen. Sie werden teilweise zu Fischmehl verarbeitet und an die Zuchtfische verfüttert. Sie halb tot über Bord zu werfen, ist ebenfalls eine übliche Methode die „Ungewollten“ loszuwerden. Viele Tiere wie Haie, Schildkröten, Delfine, Wale und Vögel verlieren ihr Leben unter dem Namen „Beifang“ in Langleinen-Netzen.

An Deck ersticken die Fische langsam und qualvoll. Die zappelnden Körper verlieren langsam ihr Leben. Bei manchen erfolgt der Tod erst, wenn ihnen der Bauch und der Hals aufgeschnitten werden. 19, 20

Während Kühe, Hühner oder Schweine ihre Angst durch Schreien zum Ausdruck bringen, können Fische nicht gehört werden. Vielleicht denken deswegen so viele Menschen, dass Fische keine Schmerzen empfinden...


12 Vgl. http://www.eier-deklaration.de/html/haltungs form.html (Stand: 13.12.13)

13 Vgl. http://albert-schweitzer-stiftung.de/tierschutzinfos/analysen/kleingruppenhaltung-faq (Stand: 13.12.13)

14 Vgl. https://www.peta.de/web/huehner.496.html (Stand: 06.10.2013)

15 Vgl. (Herausgeber) Paul Nilok: Massentierhaltung, Fastbook Publishing, 2010, S.25

16 Vgl. https://www.peta.de/web/huehner.496.html (Stand: 10.01.2014)

17 Vgl. https://www.peta.de/web/huehner.496.html (Stand: 10.01.2014)

18 Vgl. Dr. med. Ruediger Dahlke:peace food, Gräfe und Unzer Verlag,3. Auflage 2012, S. 34

19 Vgl. Dr. med. Ruediger Dahlke:peace food, Gräfe und Unzer Verlag,3. Auflage 2012, .134

20 Vgl. http://www.peta.de/web/kommerzieller.520.html (Stand: 10.01.2014)



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